Swissair-Rotationen nach Südamerika

Südamerika-Flüge gehörten wohl zu den Top 5 aller Swissair Rotationen. Sie waren nur schwer zu bekommen, man musste Punkte sammeln und sich diese Flüge wünschen. Wie das funktionierte, erfährst Du unter dem Thema "Flight Attendant". Meine absolute Lieblings-Destination war Rio de Janeiro. Diese Rotation dauerte 10 Tage. Oft denken die Leute, dass die Swissair der Crew 10 Tage Rio-Ferien bezahlte und es deshalb kein Wunder wäre, sei sie bankrott gegangen. In Tatsache hatten wir deshalb eine 10-tägige Rotation nach Rio, weil dieser Flug nur  2 mal in der Woche flog. Die End-Destination war entweder Santiago de Chile oder Buenos Aires. Und da es unmöglich war, diese lange Strecke nonstop hinzulegen, fand in Rio quasi ein Zwischenstopp statt. Nach 12 Stunden Flug hatte die Besatzung aus Zürich Feierabend in Rio, und die Besatzung, die bereits in Rio war, betreute die Gäste weiter bis nach Buenos Aires oder Santiago. Der Rückflug war erneut mit Zwischenstop in Rio, und so stieg die Besatzung dort wieder aus, und eine dritte Crew übernahm wieder das Flugzeug bis nach Zürich. Dies war der Grund, warum diese Rotationen so lange waren, und nicht aus reiner Verschwendung. Somit benötigten die Besatzungen ihre vorschriftgemässen Ruhepausen, und weil nicht täglich ein Flug ging, hatte man diese Zeit in Rio zur freien Verfügung und arbeitete in dieser 10tägigen Rotation einfach einmal für einen Flug entweder nach Buenos Aires oder nach Santiago.