Operations Center - wo die Arbeit beginnt und aufhört

Vor jedem Flug ab Zürich trafen sich die Crews im Operations Center ein. Dieses Gebäude liegt westlich des Terminal A, und der Zugang ist nur für Flughafenpersonal möglich. Nachdem man mit seinem persönlichen Badge eingecheckt hatte, erhielt man einen Druck, wo ersichtlich war, aus wem sich die Besatzung zusammenstellte, oder ob es eine Flugänderung gab. Es war also auch möglich, dass man in der Annahme, nach London zu fliegen, erstmal eine Überraschung erhielt, denn auf einmal flog man anstatt nach London nun nach Istanbul oder hatte gar Reserve und musste erstmal am Flughafen warten. Solche Änderungen waren zwar eher selten, aber es kam vor. So konnte es passieren, dass man mit der für London vorgesehenen Regenjacke nach Istanbul flog und natürlich die völlig falsche Kleidung eingepackt hatte. Bei solchen Fällen aber konnte man sich aber meistens innerhalb der Crew aushelfen mit Ersatz-Kleidung.

Meistens aber flog man den Flug, der auf dem Einsatzplan ersichtlich war, und konnte sich nach dem Einchecken einen Kaffee genehmigen. Danach gings in die untere Etage, damit man sein Postfach leeren sowie die Koffer für die Abreise bereit stellen konnte. Oft waren Updates für die Manuals (Handbücher)  im Briefkasten, die man sortieren musste. Post gab es immer sehr viel, aber es war auch stets immer sehr interessante Post. So erschien auch einmal im Monat das Kabinenpersonal-Magazin "O-M@il", worüber Ihr unter dem entsprechenden Link nachlesen könnt, worum es dabei ging.

Vor jedem Langstreckenflug hatte man die Möglichkeit, sich einzuschreiben. Das heisst, man fand sich 20 Minuten vor dem Briefing an einem Desk ein, wo man sich einschreiben konnte, in welcher Abteilung man arbeiten wollte, z.B. Economy Kabine, Economy Galley, Business Galley oder Business Küche. Der zuerst da war, konnte zuerst wählen. Wenn es jemand verpasste, sich einzuschreiben, hatte Pech: oft blieb nur die unbeliebteste Position übrig, z.B. Business Küche oder Economy Küche. Danach gings ins Briefing. An einem Monitor war angeschrieben, welche Crew in welchem Raum zu welcher Zeit sein musste. Hier lernte man dann die Besatzung kennen, und besprach den Flugablauf sowie die Passagier-Besonderheiten. Nach dem Briefing blieben nur noch maximal 10 Minuten Zeit, und man traf sich am Zoll, wo gemeinsam ein Bus bestiegen wurde, der uns zu unserem Flugzeug brachte. Nach jedem Flug, der nach Zürich zurück kehrte, traf man sich wieder im OPS ein, um sich zu verabschieden, auszuchecken, den Briefkasten zu leeren und die Wäsche einzuwerfen.

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An einem Reserve (Stand-By) Tag im Aufenthaltsraum...